Das Gerhard-Marcks-Haus zeigt eine Retrospektive des Bildhauers Wolfgang Wagner-Kutschker (geb. 1949). Der Künstler ist bekannt für seine gegenstandslosen, aus schwarz lackierten Platten gebauten Skulpturen und die Ausstellung zeigt, woher diese Sprache kommt und wie sie sich entwickelt hat. Dabei ist die doppelte Grundfrage, die danach was es ist, was wir sehen und wie es wirkt. Sobald Betrachter*innen versuchen, die scheinbar einfachen Stapelungen und Konstruktionen Wagner-Kutschkers zu analysieren, entfaltet sich ihr typischer Reichtum. Die Formensprache seiner Arbeiten spielt mit dem Kanon der geometrischen Abstraktion und sprengt das Ordnungsgefüge immer wieder auf. Der Künstler führt hierfür jedoch keine mathematischen Berechnungen durch, sondern erprobt die fragilen Skulpturen ähnlich wie ein Kunstturner, der er früher selbst war.



