Schüler*innen
Das vielfältige Schulprogramm des Gerhard-Marcks-Hauses eröffnet Kindern und Jugendlichen aller Schulstufen neue Perspektiven. Wir sind nicht nur Bildungsort, sondern auch ein sozialer Raum zur Stärkung der Individualität und der Gruppenbildung. Dazu ist uns wichtig, den Schüler*innen neben kultureller Bildung Werte wie Akzeptanz und Gastfreundschaft zu vermitteln. Gemeinsame Gespräche auf Augenhöhe sollen dabei ihr Selbstvertrauen und eine eigene Meinungsbildung fördern.
Wir setzen bei unserer Vermittlung auf Inklusion. Es gilt nicht: „Museumspädgog*innen erzählen Euch etwas“, sondern, „wir (Museum und Schule) erarbeiten etwas gemeinsam“, wobei Interessen und Neugier wichtiger sind als Defizite. Wir setzen in unseren Angeboten auf die Entwicklung von Wissen, Fähigkeiten und Haltungen.
Schuloffensive
Jedes Schuljahr haben Bremer Schulklassen im Rahmen der „Schuloffensive“ die Möglichkeit, Bremer Kulturinstitutionen und Museen über einen Zeitraum von mehreren Wochen intensiv kennenzulernen. Auch das Gerhard-Marcks-Haus bietet allen Bremer Schulklassen – von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II – Schuloffensive-Projekte (vier bis sechs Termine) zu verschiedenen Themen an. Finanziert wird der Verein „Schuloffensive“ durch Spenden aus der Wirtschaft und von Privatleuten.
In diesem Workshop entdecken Schüler*innen die Kunst von Gerhard Marcks und lernen, wie er mit einfachen und klaren Formen menschliche Figuren darstellt. Anhand von Marcks’ Skulpturen und Zeichnungen setzen sich die Schüler*innen mit grundlegenden geometrischen Formen auseinander und entwickeln eigene figürliche Zeichnungen. Dabei werden sie ermutigt, ihren Bildern persönliche Geschichten und Gefühle zu verleihen.
Zielgruppe: Grundschule ab 4. Klasse, Sekundarstufe I und II
Dauer: 1,5–2 Stunden
Termine: 4 bis 6
Kursleiterin: Elfin Açar, Künstlerin, Kunstpädagogin
Dieses Projekt ermöglicht es Schüler*innen, alltägliche Gegenstände und kleine Details aus ihrer Umgebung mit einem neuen Blick zu sehen. Ziel ist es, ihre Beobachtungen mithilfe ihrer Fantasie in originelle Bilder umzuwandeln. Inspiriert von Olaf Brzeskis Kunst, bei der einfache Realitätselemente in fantastische und kreative Formen verwandelt werden, fördert das Projekt die Beobachtungsfähigkeiten und den künstlerischen Ausdruck der Schüler*innen.
Zielgruppe: Grundschule ab 2. Klasse, Sekundarstufe I und II
Dauer: 1,5–2 Stunden pro Termin
Termine: 4 bis 6
Kursleiterin: Elfin Açar, Künstlerin, Kunstpädagogin
In diesem Kooperationsprojekt mit dem Wilhelm Wagenfeld Haus stellen wir ein Stilphänomen in den Mittelpunkt, das in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde und das künstlerische Schaffen teilweise bis heute beeinflusst. Interessanterweise hat sich die organische Formsprache sowohl in den freien als auch in den angewandten Künsten durchgesetzt und dabei immer wieder gegenseitig beeinflusst.
Zielgruppe: Sek. I und Sek.II
Kursleiter: Jens Bommert, Museumspädagoge
Weitere Angebote für Schulen
Für Schulen bieten wir spezielle Führungen von Dienstag bis Freitag, ab 10 Uhr an:
- Nur Führung: 45 Minuten
- Führung mit praktischem Arbeiten im eigenen Museumsatelier: 1 Stunde und 30 Minuten
- Führung mit praktischem Arbeiten im eigenen Museumsatelier: 2 Stunden
Schulführungen sind in englischer Sprache möglich – nach dem Motto: Sprache im Museum erlernen!
Mit dem sogenannten „Lehrer*innenbrief“ informieren wir über unsere museumspädagogischen Angebote zu den wechselnden Ausstellungen, die im Klassenverband wahrgenommen werden können – differenziert nach Schulstufen und Schulformen. Die Themen sind vorgegeben: in der Regel handelt es sich dabei um Modellieren, Zeichnen oder vereinfachte Formen der Druckgrafik. Aber es besteht auch die Möglichkeit, Führungen und praktisches Arbeiten auf Anfrage von Lehrer*innen unterrichtsbezogen vorzubereiten.
Lehrer*innen haben freien Eintritt! Bestellen Sie unter: sekretariat@marcks.de Ihre Lehrer*innenkarte.
Die Schulangebote sind durch die Förderung des Freundeskreis des Gerhard-Marcks-Hauses
e. V. kostenlos. In Einzelfällen kann auch die Anfahrt innerhalb Bremens vom Museum übernommen werden.
Gemeinsam mit Kooperationspartner*innen und verschiedenen Künstler*innen bieten wir für Kinder und Jugendliche mehrtägige Ferienprogramme an, die sich nicht nur mit Bildhauerei
beschäftigen, sondern auch Anknüpfungspunkte zu Tanz, Literatur, Film u. a. bieten. Wir geben unseren langjährigen Partner*innen wie zum Beispiel Kultur Vor Ort e. V. oder steptext dance project e. V. die Möglichkeit, eigenständig mit Kindern und Jugendlichen in unseren Ausstellungen und Räumen zu arbeiten. Die Ergebnisse werden mit eigenen kleinen Ausstellungen oder Präsentationen im Gerhard-Marcks-Haus präsentiert.
Studenten*innen
Das Gerhard-Marcks-Haus bietet Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen Führungen zu den Sammlungen und Ausstellungen an. Individuelle Schwerpunktsetzungen sind möglich. Zum Beispiel erarbeiteten wir im Jahr 2015 gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs Kunst- und Kulturvermittlung der Universität Bremen die Ausstellung „urban myth. Geschichten zu Orpheus“. Im Jahr 2017 beschäftigen sich die Student*innen mit dem Bildhauer Michael Kienzer und seiner besonderen Kunst zwischen Bildhauerei und Installation. Sie entwickelten ein assoziatives Begleitbuch zum Ausstellungsrundgang. Im Jahr 2018 ging es um ein Projekt zum Thema „Kunst im öffentlichen Raum“. Im Rahmen des Seminars „Was heißt digitale Ausstellung?“ haben Studierende der Universität Bremen 2022 die Online-Ausstellung „Sophie Taeuber-Arp – Der rote Faden formt Formen“ entwickelt.
Für Studierende staatlich anerkannter Hoch- und Fachhochschulen bieten wir für 15 Euro pro Jahr eine Mitgliedschaft im Freundeskreis des Gerhard-Marcks-Hauses e. V. an.

