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SammlungForschungDas Fundament des Museums

Gerhard Marcks war ein sehr erfolgreicher und produktiver Bildhauer. Wir schätzen, dass es etwa 12.000 Skulpturen (vor allem Bronzen) von seiner Hand gibt. Wesentlich für diesen Erfolg war die penible Buchhaltung, die sein Gießer Richard Barth und sein Kunsthändler Rudolf Hoffmann über jedes einzelne Werk führten. Dabei zeigt sich, dass, entgegen einem immer noch existierenden Vorurteil, nicht alle Werke einer Auflage gleichzeitig gegossen wurden, sondern oft über einen längeren Zeitraum, sodass es sich für Bronzeskulpturen lohnt, zwischen der Entstehungszeit der Figur und dem Datum des Gusses zu trennen. Im Gerhard-Marcks-Haus forschen wir zu dieser Frage und den eng damit zusammenhängen Themen Material und Technik.

Gerhard Marcks, Kleine Danae, 1937 (Guss 1970), Bronze 27,5 cm

2009 wurden wir gebeten, uns mit der Frage der Bronzegüsse bei Hans Arp (1886–1966) zu beschäftigen. Dabei wurde deutlich, wie hartnäckig dieses Vorurteil ist, da die berühmten Bronzeplastiken dieses Künstlers aus den 1930er- und 1940er-Jahren bis auf eine Ausnahme alle später gegossen wurden. Aus dieser Arbeit hat sich eine Zusammenarbeit mit der Stiftung Arp in Berlin/Rolandswerth entwickelt, die 2009 zu einem gemeinsamen wissenschaftlichen Projekt zum Material Gips im Atelier Arps führte. Stiftung Arp und Gerhard-Marcks-Stiftung haben 2025 einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die wissenschaftliche Forschung zu Hans Arp (und seiner Ehefrau Sophie Taeuber-Arp) bündelt. 2026 wird die Kooperation in einer gemeinsamen Bibliothek sichtbar.