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ForschungSophie Taeuber-Arp

Das Zusammenspiel von Farben und abstrakt-geometrischen Formen ist das zentrale Thema der Schweizer Künstlerin Sophie Taeuber-Arp. Ihr avantgardistisches Formenrepertoire wandte sie universell und flexibel auf unterschiedlichste Medien an, sodass ein vielseitiges, teils subtil vernetztes Œuvre entstand: Arbeiten auf Papier, Textilien, ein Marionettentheater, Einrichtungsgegenstände sowie (Innen-)Architekturprojekte, Gemälde, Skulpturen und Reliefs.

Taeuber-Arps präzise sowie offene Arbeitsweise und ihr selbstverständlicher Umgang mit traditionellem Handwerk und modernem Formenvokabular lassen sich nicht zuletzt auf ihre vielseitige Ausbildung an reformorientierten Kunstgewerbeschulen zurückführen.

Die Künstlerin wirkte international inmitten wichtiger Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts, die sich abstrakter und konkreter Kunst widmeten. Sie beteiligte sich an der Dada-Bewegung in Zürich, engagierte sich in Vereinigungen wie „Cercle et Carré“ und „Abstraction-Création“ in Paris und war Herausgeberin und Redakteurin der Kunstzeitschrift „Plastique/Plastic“.

Seit 2020 betreut das Gerhard-Marcks-Haus in Zusammenarbeit mit der Stiftung Arp e. V., Berlin/Rolandswerth das Sophie Taeuber-Arp Research Project (STARP). In einer Datenbank werden umfassende Informationen zu Leben und Werk von Sophie Taeuber-Arp gesammelt und der Fachwelt wie auch der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Biografie

JahrEreignis
1889geboren in Davos-Platz (CH)
1904–1914Besuch der Stauffacher-Schule in St. Gallen (1904/05); Zeichnungsschule für Industrie und Gewerbe
in St. Gallen (1907–10); Lehr- und Versuch-Ateliers für angewandte und freie Kunst (Debschitz-Schule) in München (1910–14); Kunstgewerbeschule Hamburg (1912/13)
1915Studium der Bewegungskunst an der Labanschule in Zürich
1915–1931Mitglied des Schweizer Werkbunds
1916–1920Beteiligung an der Dada-Bewegung in Zürich
1916–1929Lehrerin in der Abteilung Kunstgewerbe an der Gewerbeschule in Zürich
1926–1928Gestaltung der Innenräume der „Aubette“ in Straßburg
1930–1934Mitglied der Gruppen „Cercle et Carré“ und „Abstraction-Création“ in Paris
1937–1939Herausgabe der internationalen Zeitschrift „Plastique/Plastic“
1937Mitglied der „Allianz“ in Zürich
1943 gestorben in Zürich