Hockende
| Inv. Nr. | S1030/15 |
|---|---|
| Künstler/in | Gustav Seitz |
| Titel | Hockende |
| Jahr (Modell) | 1936 |
| Material | Bronze |
| Abmessungen | Höhe 16,00 cm |
| Gattung | Skulptur und Plastik |
| Werkgruppe | Figur, weiblich |
| WV-Nummer | WV 039 |
| Beschreibung | In seinen weichen Formen und der geglätteten Oberfläche zeigt sich Seitz‘ »Hockende« noch ganz in der Tradition seines großen Vorbilds Aristide Maillol. Die momenthafte Gestik und genrehafte Intimität der Szene verweisen noch auf eine starke Nähe zum Naturvorbild, die Gustav Seitz im Laufe seiner bildhaueri-schen Karriere immer mehr in eine reduzierte verallgemeinerte Form überführte. 1957 beschreibt er diesen Vorgang wie folgt: „Jede wahre Kunst ist Vereinfa-chung, ist ein Konzentrat […]. Der schöpferische Mensch […] versteht es, wegzulassen, was ihm unwesentlich ist und zu übertreiben, was ihm wesentlicher erscheint.« Die Figur befand sich ursprünglich im Besitz des Hamburger Kunsthistorikers Alfred Hentzen (1903–1985). Er leitete in den Jahren 1955 bis 1969 die dortige Kunsthalle und war ein enger Vertrauter sowohl von Gustav Seitz als auch von Gerhard Marcks. Die »Hockende« von Gustav Seitz konnte 2014 mit finanzieller Unterstützung des Freundeskreises des Museums erworben werden. |