Kleine Henkelflasche
| Inv. Nr. | 325/88 |
|---|---|
| Künstler/in | Johannes Driesch; Gerhard Marcks |
| Titel | Kleine Henkelflasche |
| Jahr (Modell) | 1922 |
| Jahr (Ausführung) | um 1922 |
| Material | Ton |
| Abmessungen | Höhe 19,20 cm |
| Gattung | angewandte Kunst |
| Werkgruppe | angewandte Kunst |
| WV-Nummer | |
| Beschreibung | Die Henkelflasche hat zwei Urheber. Das eigentliche Drehen der Form wird Johannes Driesch zugeschrieben, das Dekor Gerhard Marcks. Driesch gehörte in der Keramischen Werkstatt des Staatlichen Bauhauses 1920 zu den ersten Schülern von Marcks, der dort als Formmeister für die ästhetische Bildung zuständig war. 1922 gab Driesch jedoch die Töpferei zu Gunsten der freien Kunst auf. Marcks, der Driesch sehr schätzte, unterstützte diese Entscheidung. Die etwas gedrungene, aber von der Form her sehr ausgewogene Henkelflasche birgt eine Überraschung: Sie durchzieht rechts vom Henkel ein tiefer Riss vom Boden bis zur Schulter. Dieser Riss entstand bereits beim Brand. Zum Gebrauch war die Flasche daher nie geeignet. Trotzdem verwahrte Marcks, aus dessen Nachlass sie stammt, sie bis zu seinem Tod, bevor sie 1988 in die Sammlung der Gerhard-Marcks-Stiftung gelangte. - „Auf wulstig verbreitertem Standring bauchige Flaschenform mit kurzem, konisch nach oben verjüngtem Hals; kurze konische Röhrentülle und massiver Bandhenkel vom Halsansatz zur Gefäßmitte. Stöpsel mit spulenförmigem Knauf. Hochgebrannte Irdenware, sandfarbener, grob schamottierter Scherben, freigedreht. Schulterzone, Tülle , Henkel und zwei Streifen am Hals dunkelmoosgrün engobiert; Halsansatz und Henkelkanten mit Streifen aus dunkelbrauner Engobe akzentuiert.“ Beschreibung und Materialangaben aus „Keramik und Bauhaus“, Ausst. Kat. Bauhaus-Archiv, Berlin 1989, S. 149, Nr. 153 |