Äsende Antilope
| Inv. Nr. | S1037/16 |
|---|---|
| Künstler/in | Fritz Wrampe |
| Titel | Äsende Antilope |
| Jahr (Modell) | um 1930 |
| Jahr (Ausführung) | um 1930 |
| Material | Bronze |
| Abmessungen | Höhe 47,00 cm |
| Gattung | Skulptur und Plastik |
| Werkgruppe | Tier |
| WV-Nummer | P39 |
| Beschreibung | Fritz Wrampe (1893-1934) war ein Münchner Bildhauer. Er gehörte zum engeren Kreis um die Münchner Bildhauer Ludwig Kasper und Heinrich Kirchner, mit denen er zeitweise ein Atelier teilte. Seit 1921 war er Mitglied der Münchner Neuen Secession. Wie auch die Bildhauer in seinem Umfeld bemühte er sich um eine abstrahierte Form bei gleichzeitig lebendigem Ausdruck: »Die Naturform muss reduziert werden und doch die ganze Natur in der Plastik enthalten bleiben«, lautet eine von Wrampe überlieferte Maxime. Für Wrampe bildeten Tiere ein wichtiges Sujet und er stellte in der Regel solche aus exotischen Ländern dar. Häufiger spielte er für eine Tierart verschiedene Haltungen durch, so auch für eine Gruppe von vier zwischen 1928 und 1932 entstandenen Antilopen. Neben der »Äsenden Antilope«, existieren zwei liegende und eine stehende Fassung, wobei er jeweils auch die Unterart austauschte. Bei der »Äsenden Antilope« handelt es sich um eine afrikanische Elenantilope, bei den anderen um Beisa- und Säbelantilopen. An diesem Bedürfnis zur Variation lässt sich Wrampes Bemühen um ein genaues Naturstudium ablesen, auf dessen Grundlage er ein plastisches »Urbild« zu formulieren versuchte. Von der »Äsenden Antilope« wurden mehrere Exemplare gegossen und teilweise von bedeutenden Sammlungen angekauft, so vom Städelschen Kunstinstitut Frankfurt, vom Lehmbruck Museum Duisburg und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München, die bereits 1932 noch zu Lebzeiten des Künstlers einen Guss erwarb (dort unter dem Titel »Spießbock«). |