Ingrid Dahn lebt und arbeitet in Leonberg-Warmbronn und in La Orotava (Teneriffa).Im Zentrum von Ingrid Dahns Œuvre steht die Figur des (meist weiblichen) Menschen. Dabei lotet die Bildhauerin mit konvexen und konkaven Linien die Wirkung des Körpers im Raum aus. Das Material Stahl dominiert ihr Frühwerk, während sie in ihren späteren Arbeiten Plexiglas und Aluminium bevorzugt. „Geöffnet IV“ in der Sammlung des Gerhard-Marcks-Hauses gehört in eine Werkgruppe der frühen Stahlskulpturen. Neben den massiven, gebogenen Stahlflächen sind besonders die Schweißnähte auf der Oberfläche präsent. Die rote Farbe im Inneren der abstrakten Figur macht Dahns Nachdenken über das Öffnen des menschlichen Körpers sichtbar.

„Geöffnet IV“ kam 2019 in die Museumssammlung und steht stellvertretend für die Forschung zu den Arbeiten von Bildhauerinnen nach 1945.
Biografie
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1939 | geboren in Schwedt an der Oder |
| 1959–1962 | Studium an der Kunstakademie Karlsruhe bei Fritz Klemm (1902–1990) und Hans Kindermann (1911–1997) |
| 1963–1965 | Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Stuttgart bei Rudolf Hoflehner (1916–1995) und Studium der wissenschaftlichen Politik bei Golo Mann an der TH Stuttgart |
| seit 1966 | freie Bildhauerin |
| seit 1972 | Studienreisen u. a. nach China, Guatemala, Indien, Mexiko, New York und Sri Lanka |
| 1995 | Gründung der Gruppe ATARAXIA mit Max Schmitz und David Lauer |
