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SammlungKurt Edzard

Die „Kleine Sitzende“ (1914) ist eines der Hauptwerke aus dem Œuvre des Bildhauers Kurt Edzard. Der Bildhauer kam 1911, nach seinem Bildhauerei-Studium an der Kunstakademie Karlsruhe und verbrachter Zeit in Berlin, nach Paris. Hier vertiefte er seine Auseinandersetzung mit französischen Kollegen wie Auguste Rodin (1840–1917), Aristide Maillol (1861–1944) und Charles Despiau (1874–1946). Besonders die Plastiken Maillols sollten für sein eigenes Werk richtungsweisend sein. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs verließ er Paris und kam zurück nach Berlin. In der Zwischenkriegszeit war er sowohl in Ausstellungen als auch in zahlreichen kunsthistorischen Publikationen präsent und gehörte zum Kanon der jungen, aufstrebenden Bildhauer*innen. In dieser Zeit teilte er sich ein Atelier mit Ernesto di Fiori (1884–1945) und wurde ab 1930 von dem Galeristen Alfred Flechtheim vertreten. In der Zeit des Nationalsozialismus nahm Edzard 1937 mit dem kleinen Kinderköpfchen „Mein Sohn Christoph“ (1928) an der Großen Deutschen Kunstausstellung (München) teil und war bei den „Gottbegnadeten“ gelistet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er als Professor an die Technische Hochschule in Braunschweig berufen. Das Gerhard-Marcks-Haus besitzt ein kleines Konvolut an Plastiken und Zeichnungen von Kurt Edzard und verwahrt darüber hinaus Dauerleihgaben aus Privatbesitz.

Biografie

JahrEreignis
1890geboren in Bremen
1907–1908Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Karlsruhe
1910–1925als freischaffender Bildhauer in Berlin und Paris (1912–1914)
1925–1928Professur an der Kunstakademie Karlsruhe, Bildhauerei
1930–1934Paris
1935–1938London
ab 1938in Berlin
1944sein Atelier wird mit vielen Arbeiten zerstört
1946–1961Professur an der Technischen Hochschule Braunschweig, Lehrstuhl Modellieren und Aktzeichnen
1972stirbt in Braunschweig
Kurt Edzard, Stehender Akt, 1946, Bleistift und Farbstift auf Papier