In den Jahren 2018 und 2020 kam ein großer Teil des künstlerischen Nachlasses von Max Schegulla als Schenkung in die Gerhard-Marcks-Stiftung. Der Bestand umfasst Skulpturen, Druckgrafik und wenige Zeichnungen. Schegulla war als Bildhauer, Grafiker, Maler und Lyriker in Dierkshausen in der Lüneburger Heide tätig. Mit seinen Werken besetzte er einen festen Platz im Kunstgeschehen Norddeutschlands. Neben Arbeiten für den öffentlichen Raum zählen dazu auch Entwürfe für Kirchenfenster. Als Schüler der Landeskunstschule Hamburg (heute Hochschule für bildende Künste) ist Schegulla direkt mit dem Wirken seines Lehrers Gerhard Marcks verbunden. Impulse erhielt er dabei im Bereich des Holzschnitts. Zu hoher Qualität entwickelte Schegulla außerdem die Technik des Farblinolschnitts. Für seine Skulpturen bevorzugte er die Darstellung exaltierter Posen und von Bewegungsmomenten und arbeitete seit den 1960er-Jahren in einem kubisch-expressiven Stil.
Biografie
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1918 | Geboren in Trachenberg (heute Żmigród) bei Breslau |
| 1937 | Abitur |
| 1941/42 | Studium der Kunstgeschichte und Architektur an der Technischen Hochschule Breslau. |
| 1947/48 | Studium der Metallplastik (Treibarbeit) an den Kölner Werkschulen |
| 1949–1951 | Studium der Bildhauerei an der Landeskunstschule Hamburg bei Gerhard Marcks |
| 1952–1957 | Studienreisen durch Europa und die Türkei |
| 1958 | Umzug nach Dierkshausen (Lüneburger Heide), wo er fortan als freischaffender Künstler arbeitete und lebte |
| 1960 | Arbeitsaufenthalte in Schweizer und italienischen Gießereien, Auseinandersetzung mit Gusstechniken |
| 1991 | Kulturpreis des Landes Harburg |
| 2008 | Gestorben in Mulsum (bei Bremerhaven) |
