Thomas Duttenhoefer steht seit 1994 in engem Austausch mit dem Gerhard-Marcks-Haus und schenkte dem Museum 2020 ein größeres Konvolut von Plastiken, ergänzt um Grafik. Für seine bildhauerischen Werke spielen eine präzise Formvorstellung und Materialkenntnis eine große Rolle. Nach dem Studium, das ihn bis an den Rand der Ungegenständlichkeit führte, entschied er sich bewusst für die Darstellung von Figuren und ihren erzählerischen Mehrwert. Immer noch abstrahierend gearbeitet, erhalten sie ihre besondere Qualität durch leichte Bewegungsmomente, die Leben in die Plastiken bringen. Ergänzend kommt eine prononcierte Oberflächengestaltung hinzu, die inhaltliche Aspekte wie Verletzung oder Naturverbundenheit aufnimmt.
Thomas Duttenhoefer bewegt die Frage nach der kreatürlichen Existenz, ihrem Dasein und Vergehen und daraus abgeleitet auch von wechselseitiger Macht und Ohnmacht. Diesen Fragen spürte er in verschiedenen Themenkomplexen nach. Unter seinen Werken finden sich Torsi, Schädel, Köpfe, und Existenzfiguren, Stiere und Bischöfe sowie seit ca. 2010 das breite Spektrum der antiken Mythen. Daneben gilt Duttenhoefer als ausgezeichneter Porträtist.
Biografie
| 1950 | Geboren in Speyer |
| 1967–1972 | Studium an der Werkkunstschule in Wiesbaden (später Fachhochschule für Gestaltung) |
| 1973/74 | Zivildienst in einem Altenpflegeheim |
| 1976 | Preis der Neuen Darmstädter Sezession, seither Mitglied |
| 1980–1984 | Lehraufträge an der Fachhochschule und Universität Mainz |
| 1990–1993 | Reisen nach Andalusien |
| 1995–2003 | Professur an der Fachhochschule Trier, Fachbereich Gestaltung |
| 2003–2015 | Professur an der Hochschule Mannheim, Fakultät für Gestaltung |
Thomas Duttenhoefer lebt und arbeitet in Darmstadt.
