2006 erhielt das Museum durch eine Stiftung der Familie Grzimek 101 Skulpturen sowie in der Folge ein umfangreiches Konvolut an Zeichnungen und Druckgrafik des Bildhauers. Sein künstlerisches Schaffen besitzt eine große Bedeutung für die Entwicklung der Kunst in der Deutschen Demokratischen Republik. Aber auch für der Formulierung eines neuen Realismus in der Bildhauerei der Bundesrepublik der 1960er- und 1970er-Jahre gab er wichtige Impulse. In seinen Plastiken suchte er die Bewegung und arbeitete mit dem Mittel der Übertreibung. Die Entstehungszeit der Skulpturen in der Sammlung umfasst die Jahre von 1933 bis 1984. Von der Kleinplastik bis zur überlebensgroßen monumentalen Figur findet man alle Formate, einen Querschnitt durch die formalen bildhauerischen Aufgabenstellungen sowie alle von ihm favorisierten Materialien (Bronze, Stein, Gips, Beton, Keramik) wieder.
Biografie
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1918 | Geboren in Rastenburg (Ostpreußen) |
| 1937 | Nach kurzer Zeit als Steinmetzlehrling Beginn des Studiums der Bildhauerei bei Wilhelm Gerstel an der Hochschule für bildende Künste in Berlin |
| 1942 | Rom-Preis der Preußischen Akademie der Künste |
| 1946 | Leiter der Fachklasse für angewandte Plastik in der Staatlichen Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale |
| 1948–1951 | Professur an der Hochschule der Künste in Westberlin |
| 1957 | Professor an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Weißensee (Ostberlin) |
| 1961 | Übersiedelung nach Westberlin |
| 1968 | Berufung zum Professor für plastisches Gestalten an die Technische Hochschule Darmstadt, Hauptwohnsitz bleibt Berlin |
| 1984 | Grzimek erhält den Bremer Bildhauerpreis; gestorben in Berlin |

