Icon ÖffnungszeitenÖffnungszeiten heute: Heute geschlossen

Über das MuseumMuseumskonzept

Kern des Museumskonzepts ist das Leitbild.

Das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es zählt zu den national und international anerkannten Bildhauermuseen. Gegründet als eine „Einkünstlersammlung“ hat sich das Museum kontinuierlich weiterentwickelt. Es werden Sonderausstellungen zur Geschichte und Gegenwart der Bildhauerei gezeigt, die beweisen, dass Skulptur ein lebendiges Medium ist.

Als das Museum 1971 eröffnet wurde, wurde das Ziel formuliert, dort nur Werke von Gerhard Marcks zu präsentieren. Damit sollte den Besucher*innen die Möglichkeit geboten werden, „sich ganz in ein Künstlerwerk hineinzudenken, es in seinem Umfang und Gehalt zu erleben“.

Arbeitsschwerpunkt der ersten Jahre war die Vorbereitung und Herausgabe eines Werkverzeichnisses. 1977 erschien das Buch und setzte für viele Jahre den wissenschaftlichen Standard für den Umgang mit Bildhauerei. Die Idee, das Gerhard-Marcks-Haus mit Ausstellungen von einem einzigen Künstler zu bespielen, wurde im selben Jahr aufgegeben. Neben und zwischen den unverrückbaren Werken von Marcks wurden nun auch Ausstellungen von anderen Künstlern inszeniert, deren Werk aber immer im direkten Bezug zu Gerhard Marcks stand.

Neben das Werk von Gerhard Marcks ist seit den 1980er-Jahren die Erforschung und Präsentation der gesamten Bildhauerei des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart getreten. Auf diese Weise sind die Voraussetzungen für die Entwicklung eines modernen Bildhauermuseums geschaffen worden. 1990/91 wurde das Museum um einen Anbau erweitert. Ebenfalls 1991 konnte von der Stadt der sogenannte Pavillon – ursprünglich eine 1904 erbaute, öffentliche Bedürfnisanstalt – auf dem Grundstück des Gerhard-Marcks-Hauses als Ausstellungsfläche hinzugewonnen werden.

Seit 2009 spielt die kunsthistorische Forschung auch in der Außendarstellung des Museums eine größere Rolle. Mit komplexen wissenschaftlichen Projekten wie „Hans Arp. Eine Bestandsaufnahme“ (2011) und „Gerhart Schreiter. Gestalter des Alltags“ (2014) oder großen Ausstellungen zu Henri Laurens (2018), Bildhauerinnen (2019), Elisabeth Frink (2020), Hans Arp. Formenkosmos und Atelierpraxis (2022, zu den Gipsmodellen) oder Olaf Brzeski (2025) hat das Museum seine Position als spezialisiertes Bildhauermuseum gestärkt.

2009 wurde die Rolle der Vermittlung innerhalb des Museums gestärkt. Aus dem Defizit, keine feste Stelle für Museumspädagogik zu besitzen, war eine Situation entstanden, in der alle Wissenschaftler*innen in der Vermittlung eingebunden werden, was wiederum konzeptuell Folgen für die Ausstellungsplanung hat. Mit Führungen, Workshops und vielfältigen Bildungsprojekten bieten wir Kunsterlebnisse und Lernerfahrungen.

Das Gerhard-Marcks-Haus wird sich auch in Zukunft schwerpunktmäßig auf die individuelle visuelle Sprache höchst unterschiedlicher Künstler*innen fokussieren. Daraus ergibt sich ein Akzent auf monografische Ausstellungen. Das Museum versteht sich zudem als ein wissenschaftliches Institut, das kunsthistorische Forschung zur Bildhauerei im 20. und 21. Jahrhundert offensiv betreibt.

Über das MuseumWeitere Rubriken