Volker März

Volker März

Horizontalist (der Affe fällt nicht weit vom Stamm)

Dem Künstler Volker März, 1957 in Mannheim geboren, geht es um die Visualisierung einer Idee, einer Botschaft – nicht selten einer politischen Botschaft.

Dabei bedient er sich verschiedenster Medien, bewegt er sich zwischen Malerei, Bildhauerei, Dichtung, Film, Installation, Performance und Musik. Dafür reist er in die Welt, zu Ausstellungen, Inszenierungen oder Aktionen: u.a. nach Zürich, Seoul, Sydney, Istanbul, Tel Aviv oder Prag. Wo März auch auftritt – in Museen, Galerien, Instituten, auf öffentlichen Plätzen aller Art, zwischen Rolltreppen und Wolkenkratzern, legt er den Finger in die Wunde, provoziert er zum Nachdenken, Umdenken, und Andersdenken, zum Überdenken tradierter Anschauungen über Eingrenzungen. Er schafft eine einzigartige Bildwelt, in der menschliche Eigenschaften, Verhalten und Vorurteile distanziert und gleichzeitig sehr präzise verhandelt werden.


links: Volker März, Horizontalist, 2017

 

Kosmos Marcks

Kosmos Marcks

Ornament und Befreiung

Für Gerhard Marcks war „Ornament“ eine wichtige künstlerische Kategorie. Die meisten modernen Künstler beschrieben es als unnötige Verzierung eher negativ, für Marcks dagegen war die Arbeit am Ornament eine Strategie, um zu vereinfachten Naturformen zu kommen und sich der Falle des Naturalismus zu entziehen.

Die Ausstellung zeigt wie über das Ornament nachgedacht wurde und wie Marcks Ornamente als eher flache Formelemente in seiner Bildhauerei einsetzte. Für Gerhard Marcks war „Ornament“ eine wichtige künstlerische Kategorie. Die meisten modernen Künstler beschrieben es als unnötige Verzierung eher negativ, für Marcks dagegen war die Arbeit am Ornament eine Strategie, um zu vereinfachten Naturformen zu kommen und sich der Falle des Naturalismus zu entziehen. Die Ausstellung zeigt wie über das Ornament nachgedacht wurde und wie Marcks Ornamente als eher flache Formelemente in seiner Bildhauerei einsetzte.


links: Gerhard Marcks, Stoffentwurf VIII auf Textil, 1949

 

Boris Doempke

Boris Doempke

Tales of Space

Der Künstler zeigt im Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses eine raumbezogene Arbeit, die seine Werkreihe „tales of space“ fortschreibt.

Dabei gewinnt die den Luftraum einnehmende Installation ihre Form aus den besonderen Eigenschaften der Architektur, welche so zum integralen Bestandteil der »Raumzeichnung« des Künstlers wird. Gerade und gebogene, rot lackierte Leisten verschiedener Länge und unterschiedlichen Querschnitts bilden die Grundlage eines Zusammenspiels von Leichtigkeit, Dynamik, Balance und in den Raum expandierender Farbe. Das komplexe Gefüge sich immer wieder überschneidender Linien und Richtungswerte setzt beim »Umschreiten« der Arbeit eine virtuelle Motorik ständig wechselnder Bilder in Gang – die schwebende Farbe und ausgreifende Struktur dynamisieren den Raum und das Bildhafte wird unlösbar mit ihm verknüpft.


links: Boris Doempke, Tales of Space, Holz, Lack, Galerie Karstens, Münster 2015, Fotograf: Roman Mensing