Gerhard-Marcks-Haus Vorschau

 

Ricardo Brey

Ricardo Brey

Adrift

Ricardo Brey (geb. 1955) war nicht nur der erste kubanische Künstler, der auf einer Documenta ausstellte, sondern seine poetische Installation gilt als eines der zentralen Werke der Documenta IX.

Ricardo Brey (geb. 1955) war nicht nur der erste kubanische Künstler, der auf einer Documenta ausstellte, sondern seine poetische Installation gilt als eines der zentralen Werke der Documenta IX. Breys Werk war voller Referenzen auf die Natur und Kultur, aus der er stammt. Diese vermischten sich in den folgenden Jahren immer stärker mit europäischen Elementen. Seine Werke zeigen eindrücklich wie Kultur durch Aneignung, Bewunderung, Kopieren und Kreativität entsteht. Es ist Breys erste Einzelausstellung in einem Museum in Deutschland.
Es erscheint ein zweisprachiger Katalog.


links: Ricardo Brey, Western Canon, 2018, Holz, Gips, Kacheln, Steine, Glühbirne, Foto: We Document Art, Antwerpen

 

Kosmos Marcks

Kosmos Marcks

„Das Bauhaus, das keiner will“

Text folgt

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links: Gerhard Marcks im Atelier vor seiner Figur Adam, 1925

 

Rosa Jaisli

Rosa Jaisli

Pueblo del alma/Dorf der Seele

Rosa Jaislis bevorzugtes Material ist der Alabasterstein. Die Formen, die sie daraus schneidet, glättet und poliert, sind schlicht, schnörkellos, streng, beruhen auf geometrischen Grundformen und wirken dennoch lebendig.

Rosa Jaislis bevorzugtes Material ist der Alabasterstein. Die Formen, die sie daraus schneidet, glättet und poliert, sind schlicht, schnörkellos, streng, beruhen auf geometrischen Grundformen und wirken dennoch lebendig. Die Themen, die sie in ihrer Arbeit begleiten, sind der Architekturgeschichte entlehnt. Es ist die Ausdruckssprache des Bauens, der erfundenen Architekturstile und Orte. Ein weiteres Naturmaterial, Lehm, verwendet Rosa Jaisli, um archaische Behausungen zu bauen, die an Ausgrabungen des Altertums erinnern. Seit 2007 überträgt die Künstlerin die aus der Arbeit mit Stein gewonnene künstlerische Erfahrung auf das Material Papier und fand experimentell eine eigene Formsprache, Papierskulpturen aus Fläche und Volumen zu gestalten. Seit 2017 beschäftigt sie sich mit experimentellen Kurzfilmen, um ihren Werken einen neuen Ausdruck zu verleihen. Im Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses zeigt die Chilenin den Film »Pueblo del alma/Dorf der Seele«, den sie gemeinsam mit Yuliya Tsviatkova produzierte. Im Obergeschoss des Museums wird Rosa Jaisli eine neue Papierinstallation präsentieren. Aus dünnen Papier werden mit Skalpell Linien, Umrisse und kleinste Details zeichnend geschnitten. Das Ergebnis ist in der Wirkung dreidimensional, die Arbeit wirkt filigran und kraftvoll zugleich.


links: Rosa Jaisli, Diaphane Räume, 2008, Papierarbeit