Gerhard-Marcks-Haus Vorschau

 

Bildhauerinnen

Bildhauerinnen

Die Ausstellung nimmt erstmals überhaupt das bildhauerische Schaffen von drei Künstlerinnengenerationen in Deutschland in den Blick.

 

Das Projekt zeigt drei Generationen und dokumentiert exemplarisch die Geschichte von professionell arbeitenden Künstlerinnen in Deutschland. Käthe Kollwitz (1867–1945) repräsentiert dabei die ersten Stufen der Anerkennung. Isa Genzken (geb. 1948), die zu der Generation der direkt nach dem Zweiten Weltkrieg geborenen Künstlerinnen gehört, spielte schließlich dank einer veränderten (Selbst-) Wahrnehmung eine gleichberechtigte Rolle im künstlerischen Diskurs. Das Projekt fasst die wissenschaftlichen Ergebnisse der kunsthistorischen Forschung der letzten Jahrzehnte zusammen und verbindet neue Erkenntnisse zur Entwicklung der deutschen modernen Bildhauerei mit Aspekten der Künstlersozialgeschichte und der Beschreibung von gesellschaftlichen Vorurteilen und Emanzipation.

Die Ausstellung zeigt Werke von etwa 50 bekannten und unbekannten Künstlerinnen. Dabei gilt es, von Werk zu Werk Gründe und Kriterien aufzuzeigen, die Achtung oder Missachtung bestimmten, um damit auch sichtbar zu machen, wie sehr scheinbar objektive Qualitätskriterien in gesellschaftlichen Vorstellungen verankert waren und sind. Heute hat sich das Bild gewandelt. Im Bereich der Bildhauerei sind mindestens so viele Frauen wie Männer aktiv – und anerkannt.

Eine Kooperation mit den Museen Heilbronn und den Museen Böttchherstrasse, Bremen


links: Hanna Koschinsky, Sitzende Frau, um 1912, Bronze

 

Kosmos Marcks

Kosmos Marcks

Marguerite Friedlaender-Wildenhain und Gerhard Marcks

Den Bildhauer Gerhard Marcks (1898—1981) und die Keramikerin Marguerite Friedlaender-Wildenhain (1896—1985) verband eine Freundschaft, die seit ihrem Kennenlernen am Bauhaus (1919) ihr Leben lang bestand.

Den Bildhauer Gerhard Marcks (1898—1981) und die Keramikerin Marguerite Friedlaender-Wildenhain (1896—1985) verband eine Freundschaft, die seit ihrem Kennenlernen am Bauhaus (1919) ihr Leben lang bestand. Besonders intensiv war die Beziehung während der gemeinsamen Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein (1925—1933).
Der »Kosmos Marcks« zeigt neben einigen von Marcks‘ plastischen Arbeiten, die während seiner Zeit an der »Burg« entstanden, auch Skulpturen und Zeichnungen nach dem Modell Marguerite Friedlaender-Wildenhain, sowie eine Auswahl Friedlaender-Wildenhains Keramiken. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem »Kunstverein Talstraße« in Halle.


links: Marguerite Friedlaender-Wildenhain (Entwurf), KPM (Ausführung), Blumenvasen Halle, 1931, Porzellan, weiß, Sammlung Joachim Rossow/ Privatbesitz, Foto: Christoph Sandig

 

Stephanie Baden

Stephanie Baden

Tempietto

Die Hamburger Künstlerin Stephanie Baden verwirklicht im Pavillon und im Außenbereich des Gerhard-Marcks-Hauses Installationen mit Grenzsteinen.

Die Hamburger Künstlerin Stephanie Baden verwirklicht im Pavillon und im Außenbereich des Gerhard-Marcks-Hauses Installationen mit Grenzsteinen. Angeregt durch die Zickzacklinie der Bremer Wallanlagen, auf der der Pavillon steht, reflektiert sie die Vermessung des Raumes und das daraus resultierende Thema der Grenzen. In Zeichnungen und Fotografien (Screenshots) widmet sie sich der veränderten Wahrnehmung unseres Lebensraumes durch die Medien. Auch hierbei steht die direkte Umgebung des Museums im Fokus ihrer Arbeiten.


links: Stephanie Baden, Trigonometrischer Punkt, 2019, Foto: W. Melzer