Gerhard-Marcks-Haus Vorschau

 

Robert Schad

Robert Schad

Bewegung im Raum

Robert Schad ist ein international renommierter Stahlplastiker. Bei ihm wird der Stahl zur Handschrift, zur Bewegungslinie, zur dreidimensionalen Zeichnung im Raum.

Robert Schad ist ein international renommierter Stahlplastiker. Bei ihm wird der Stahl zur Handschrift, zur Bewegungslinie, zur dreidimensionalen Zeichnung im Raum. Oft setzt er sich in seinen Plastiken mit Musik auseinander: Mal tänzerisch leicht, mal explosiv und energiegeladen entfalten sich die Linien, verdichten und überlagern sich. Die Ausstellung in Bremen setzt einen Schwerpunkt auf das Musikthema bei Robert Schad.


links: Robert Schad, Vlom, 2017, Vierkantstahl massiv

© VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Jussuf Abbo

Jussuf Abbo

Ein vergessener Künstler

Der Bildhauer Jussuf Abbo (um 1890–1953) begeisterte das Berlin der Goldenen Zwanziger. Seine sensibel modellierten Frauenköpfe und expressiven Papierarbeiten fielen auf.

Der Bildhauer Jussuf Abbo (um 1890–1953) begeisterte das Berlin der Goldenen Zwanziger. Seine sensibel modellierten Frauenköpfe und expressiven Papierarbeiten fielen auf. Wichtige Galeristen der Moderne wie Paul Cassirer und Rudolf Probst zeigten seine Arbeiten. Abbo beteiligte sich als Teil der Avantgarde an den progressiven künstlerischen Bewegungen seiner Zeit und war eng befreundet u.a. mit Else Lasker-Schüler und Kurt Schwitters.
Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war Abbo mehrfach gebrandmarkt – er war nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches staatenlos, durch seine jüdische Abstammung dem NS-Rassenwahn ausgesetzt und seine Freundin Ruth Schulz war unehelich von ihm schwanger. Auf dramatische Art und Weise floh das Paar 1935 nach England, wo Abbo seine Karriere jedoch nicht fortsetzen konnte.
Anlässlich des Erscheinens der ersten Monografie zum Leben und Werk des Künstlers widmet das Kunsthaus Dahlem Jussuf Abbo eine Einzelausstellung mit einer Auswahl von 40 Grafiken und Skulpturen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Gerhard-Marcks-Haus, Bremen.


links: Jussuf Abbo, Frauenkopf, 1928, Zinn, Foto: Gunter Lepkowski

 

Martin Koroscha

Martin Koroscha

Stream

Das Arbeiten mit Fotografie und Film ist für Martin Koroscha eine Erweiterung seiner malerischen Tätigkeit, in der es in erster Linie um konstruierte Räume und Orte mit Assoziationscharakter geht sowie den zwei Komponenten Architektur und Natur.

Das Arbeiten mit Fotografie und Film ist für Martin Koroscha eine Erweiterung seiner malerischen Tätigkeit, in der es in erster Linie um konstruierte Räume und Orte mit Assoziationscharakter geht sowie den zwei Komponenten Architektur und Natur.

Mit seiner Arbeit »stream« wird der Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses zu einem Ort der Entschleunigung. Im Zentrum steht der 2018 entstandene Film »stream« (9:28 min.), der einen Dialog zwischen gefilmter bewegter Wasseroberfläche und der Musik der Cellistin Lynda Anne Cortis zeigt. Zu sehen sind außerdem einige Fotoarbeiten zu dem Thema.
Das Zusammenspiel von Bild, Film, Musik und dem Ausstellungort führt zu einer kontemplativen Stimmung.

Bei der Entstehung von »stream« reagierte Martin Koroscha auf die Musik von Lynda Anne Cortis. In der Performance »Wallgraben Stream« wird die Cellistin am 6. Mai 2020 eine extra entstandene Komposition zu den filmischen Bildern von Martin Koroscha aufführen, der Bezug zum Standort des Gerhard-Marcks-Hauses an der Wallanlage nimmt und die Verbindung der Architektur mit dem fließenden Element zeigt.


links: Martin Koroscha, stream 3, 2019, Fotografie

© VG Bild-Kunst, Bonn 2019