Luise Kimme

Luise Kimme

Die Kunst, die keiner haben will

Luise Kimme (1939–2013) leitete den Vorkurs an der Kunstakademie in Düsseldorf, aber mit ihren bunten Holzskulpturen zu karibischen Themen fiel sie durch das Raster des deutschen Kunstbetriebs.

Luise Kimme (1939–2013) leitete den Vorkurs an der Kunstakademie in Düsseldorf, aber mit ihren bunten Holzskulpturen zu karibischen Themen fiel sie durch das Raster des deutschen Kunstbetriebs. Die Ausstellung zeigt, wie eine Künstlerin, die sich zwischen 1965 und 1975 mitten in der angloamerikanischen Avantgarde in London und New York bewegte, sich um 1980 radikal davon trennte und in der Auseinandersetzung mit karibischen Künstlern zu einer figürlichen Formensprache fand. Kimme wurde in Bremen geboren, aber ihr Werk ist in Deutschland eher unbekannt, während sie in der Karibik als einer der wichtigsten Künstler (und nicht nur Künstlerinnen) der letzten 30 Jahre betrachtet wird.


links: Luise Kimme, Relief, 1980

© VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 

Kosmos Marcks

Kosmos Marcks

Marguerite Friedlaender-Wildenhain und Gerhard Marcks

Den Bildhauer Gerhard Marcks (1898—1981) und die Keramikerin Marguerite Friedlaender-Wildenhain (1896—1985) verband eine Freundschaft, die seit ihrem Kennenlernen am Bauhaus (1919) ihr Leben lang bestand.

Den Bildhauer Gerhard Marcks (1898—1981) und die Keramikerin Marguerite Friedlaender-Wildenhain (1896—1985) verband eine Freundschaft, die seit ihrem Kennenlernen am Bauhaus (1919) ihr Leben lang bestand. Besonders intensiv war die Beziehung während der gemeinsamen Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein (1925—1933).
Der »Kosmos Marcks« zeigt neben einigen von Marcks‘ plastischen Arbeiten, die während seiner Zeit an der »Burg« entstanden, auch Skulpturen und Zeichnungen nach dem Modell Marguerite Friedlaender-Wildenhain, sowie eine Auswahl Friedlaender-Wildenhains Keramiken. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem »Kunstverein Talstraße« in Halle.


links: Marguerite Friedlaender-Wildenhain, Terrine, um 1926, Keramik

 

Zipora Rafaelov

Zipora Rafaelov

Spirit of Light

Aus Papier, Fäden und Holz schafft Zipora Rafaelov fragile Arbeiten von hoher ästhetischer Qualität, bei denen die Grenzen zur Materialität verschwimmen. Die Künstlerin entwickelt ihre Arbeiten aus der Zeichnung heraus.

Aus Papier, Fäden und Holz schafft Zipora Rafaelov fragile Arbeiten von hoher ästhetischer Qualität, bei denen die Grenzen zur Materialität verschwimmen. Die Künstlerin entwickelt ihre Arbeiten aus der Zeichnung heraus. Durch das Zusammenspiel von Schatten, Licht und Raum überführt sie die Zeichnung auf unterschiedliche Weise, aber in dennoch unverkennbarer Handschrift, ins Dreidimensionale. So erscheinen ihre Papierschnitte fast schwebend, wie komplexe Gespinste hauchzarter, verflochtener Linien. Die Figuren sind vornehmlich starke, selbstbewusste und geheimnisvolle weibliche Akte, die wie Archetypen daherkommen, zugleich aber auch Züge der Künstlerin in sich tragen. Zipora Rafaelov hat am Institut der Schönen Künste in Bat-Yam, Israel und an der Kunstakademie Düsseldorf studiert.


links: Zipora Rafaelov, Black Beauty, 2018, Kunststoff