Gerhard-Marcks-Haus Vorschau

 

Frieder Nake

Frieder Nake

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Algorithmische Zeichnungen und Installationen

Vier brandfrische Installationen aus dem Jahr 2021 sowie eine kleine Auswahl grafischer Blätter von 1965/67 zeigt der Bremer Frieder Nake zum Auftakt des Jahres 2022. Die Grafiken gehören zu den weltweit ersten, die Mitte der 1960er Jahre unter dem Begriff „Computerkunst“ ausgestellt wurden. Mit ihnen begannen Mathematiker und Ingenieure „Bilder zu denken“, ihre Herstellung aber Computern zu überlassen. Heute sind viele an solche Objekte gewöhnt. Damals begann die algorithmische Revolution. Die Installationen nennt Nake „Dynamische algorithmische Bilder“. Sie entstehen vor Ort in permanentem Wandel, während Computer rechnen, ohne sich zu wiederholen. Mit ihnen gewinnt algorithmische Kunst ihre Eigenständigkeit, ihre ganz eigene Qualität.


links: Frieder Nake, Dynamische alogorithmische Bilder, 2021, Screenshot

 

Heinz-Günter Prager

Heinz-Günter Prager

Der Bodenplastiker

Heinz-Günter Prager (geboren 1944) ist ein Meister der geometrischen Verknappung und ein Systematiker der Proportion – mit Skulpturen von radikaler formalen Ökonomie.

Heinz-Günter Prager (geboren 1944) ist ein Meister der geometrischen Verknappung und ein Systematiker der Proportion – mit Skulpturen von radikaler formalen Ökonomie. Deshalb beschränkt er sich stringent auf Kreis, Dreieck, Rechteck, Quadrat, Rund- und Vierkantstäbe. Im Zentrum seines Schaffens stehen gegenstandslose Stahlskulpturen. Er gilt als Wegbereiter und Verfechter der Bodenskulptur, die sich im Gegensatz zur stehenden, vertikalen Skulptur nicht als optisches Sinnbild vom Menschen entfernt, sondern sich unmittelbar auf den Menschen, seine Körpermaße und -erfahrungen (Maß, Größe, Gewicht, Ausdehnung, Bewegung) bezieht.


links: Heinz-Günter Prager, Mandorla, 2008, Schmiedestahl

© VG Bild-Kunst, Bonn 2021

 

Rainer Mordmüller

Rainer Mordmüller

Der Maler und die Skulptur

Das Gerhard-Marcks-Haus widmet dem Künstler Rainer Mordmüller (geb.1941) eine Ausstellung zu seinem 80. Geburtstag.


links: Rainer Mordmüller, „Zu zweit“, Venedig 2000, Aquatinta
Rainer Mordmüller, „Balance I“, 2021, Bronze